Rheinbrücken in Düsseldorf

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Rheinbrücken in Düsseldorf

Düsseldorfs Rheinbrücken haben eine große Bedeutung für die Infrastruktur von Nordrhein-Westfalen und seiner Landeshauptstadt. Einige sind Teil des Autobahnrings um Düsseldorf. Andere entlasten den Verkehr im Umland. Sie dienen Autofahrern als Überweg in Richtung Aachen, Belgien und den Niederlanden. So wie vielen Rheinbrücken blieb auch in Düsseldorf zahlreichen Brücken das Schicksal ihrer Zerstörung nicht erspart. Nach Kriegsende wurden diese jedoch ebenso schnell wieder aufgebaut.

Eisenbahnbrücke Hamm

Bereits 1870 wurde an der heutigen Stelle der Hammer Brücke eine Eisenbahnbrücke zum Verkehr freigegeben. Um die Alliierten am Vormarsch zu hindern, zerstörte man sie im März 1945. Für die Wiederaufnahme des wichtigen Bahnverkehrs im Nachkriegsdeutschland wurde sie wieder aufgebaut. Für den Schiffs- und Bahnverkehr hat man sie dann bis 1987 restauriert.

Fleher Brücke

Es gibt zwei Dinge, die die Fleher Autobahnbrücke besonders machen. Zum Einen ist es der höchste Brückenpylon Deutschlands, zum Anderen der Verlauf der Brücke, der nicht wie üblich rechtwinklig zum Fluss ist. Diesen Verlauf hatte man zur Schonung des Wassergewinnungsgebietes geplant. Für die Infrastruktur bedeutete der Bau der Brücke eine große Entlastung für den Süden Düsseldorfs.

Flughafenbrücke

Namensgebend für die Flughafenbrücke war die neue Anbindung der Autobahn an Flughafen und Messe, wodurch An- und Abreisezeiten erheblich reduziert wurden. Der Bau der Flughafenbrücke diente jedoch auch der Verkehrsberuhigung im Düsseldorfer Norden. So wurde der Großteil des Verkehrs auf die Autobahn A 44 verlagert.

Kardinal-Frings-Brücke

Die Kardinal-Frings-Brücke wurde 1951 für den Verkehr freigegeben. Sie entstand an derselben Stelle, an der ihre Vorgängerin während des Zweiten Weltkrieges gesprengt wurde. Sie dient der Verbindung zwischen dem Düsseldorfer Süden und Neuss. Im Gegensatz zu den anderen Brücken fällt sie durch ihre flache Form auf. Ursache ist die zu jener Zeit aufgekommene Schweißtechnik und die Kastenform. Brücken wie diese werden geschweißte Kastenbrücken genannt.

Oberkasseler Brücke

Die Vorgängerin der Oberkasseler Brücke war die älteste Brücke für den Privatverkehr, im Gegensatz zu der bereits um 1870 eröffneten Hammer Brücke, die noch ausschließlich für den Bahnverkehr vorgesehen war. Aufgrund ihrer Zerstörung 1945 wurde zunächst eine behelfsmäßige Brücke im Oktober 1945 errichtet. Erst 30 Jahre später sollte eine stabilere Lösung gebaut werden. Das Besondere: Die 12.500 Tonnen schwere Brücke wurde 1976 um 47,5 Meter verschoben.

Rheinkniebrücke

Am 16. Oktober 1969 wurde die Rheinkniebrücke eröffnet. Der Name stammt von dem Verlauf des Rheins, der an ein Knie erinnert. Mit 320 Metern Länge wies die Rheinkniebrücke die damals längste Hauptspannweite der Welt auf. Beeindruckend sind die beiden 114,1 Meter hohen Pylone, an denen die Seile verankert sind. Rechtsrheinisch befindet sich an der Rheinkniebrücke das nordrhein-westfälische Regierungsviertel, sowie der NRW-Landtag, das Bürohochhaus „Stadttor" und der Fernsehturm.

Theodor-Heuss-Brücke

Die Theodor-Heuss-Brücke bildet zusammen mit der Rheinkniebrücke und der Oberkasseler Brücke den ursprünglichen Teil der Düsseldorfer Brückenfamilie. Im heutigen Sprachgebrauch werden alle sieben Rheinbrücken als „Düsseldorfer Brückenfamilie" bezeichnet. Mit ihrer Eröffnung 1957 war sie die weltweit erste Brücke ihrer Art. Aufgrund ihrer Verbindung zum Ruhrgebiet im Osten und zum Niederrhein im Westen, war die Verkehrsbelastung lange Zeit überdurchschnittlich hoch. Deshalb hatte man 2002 mit Eröffnung der Flughafenbrücke für Entlastung gesorgt.