Sport in Düsseldorf: DEG Metro Stars (Duesseldorf-Magazin.info)

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Düsseldorfer EG - Eishockey made in Düsseldorf

Die Düsseldorfer EG (DEG) steht für mehr als 75 Jahre Eishockey in Düsseldorf. Gegründet im Jahr 1935 kann der Verein auf zahlreiche Erfolge zurückblicken - darunter acht Deutsche Meisterschaften. Größter Erfolg in jüngster Zeit: Die Vize-Meisterschaft 2009. Nach dem Abschied des Namenssponsors Metro wurde aus den DEG Metro Stars nun wieder "die DEG".

Die Fans stehen (fast) immer zu ihren DEG Metro Stars.

Düsseldorfer Eishockey-Geschichte(n)

Keine einfache Aufgabe, fast 75 Jahre Düsseldorfer Eishockey-Geschichte(n) - kurz DEG - in einem Artikel zusammenzufassen.

Auf Initiative des Düsseldorfer Stahlindustriellen Ernst Poensgen wurde am 8. November 1935, zu einer Zeit, in der es in ganz Europa gerade mal sieben Eissportstätten gab, Die Düsseldorfer Eislauf-Gemeinschaft gegründet. Am gleichen Tag wurde das Stadion an der Brehmstraße, damals noch unüberdacht, eröffnet. 8000 Fans konnten fortan dort ihrem Team zujubeln.

Dr. Hans Seyppel, Horst "Opa" Orbanowski,ein gebürtiger Düsseldorfer und bereits mehrfacher Nationalspieler und Deutscher Meister mit Berlin, dessen Bruder Kurt Orbanowski, Bernd Rickmann, Jochen Hake und Werner Lucas zauberten auf dem Eis - und der Deutsche Vizemeister-Titel im Jahr 1938, also nur drei Jahre nach der Vereinsgründung, sorgte für eine große Eishockey-Euphorie in Düsseldorf, die im Laufe des Zweiten Weltkriegs jäh beendet wurde. 1944 wurde das Stadion durch Fliegerbomben so schwer getroffen, dass an Sport vorerst nicht mehr zu denken war.

Erst Jahre nach Kriegsende wurde das Stadion wieder aufgebaut - sportlich ging es in dieser Zeit für die DEG auf und ab, zeitweise wurde man sogar in die Landesliga zurückgestuft. Als jedoch 1958 die  Eishockey-Bundesliga gegründet wurde, war die DEG  dabei - allerdings auch nur für eine Saison.

1965 war es dann endlich soweit: Die DEG stieg auf und die Zuschauerresonanz war immens, man musste lange warten und sehr viel Glück haben, um an eine der inzwischen 10.500 Eintrittskarten für die Brehmstraße zu gelangen. Von 13 Heimspielen verlor die DEG nur zwei, der amtierende Meister und das damalige große Feindbild Bad Tölz wurde zweimal besiegt. 1966/67 folgte endlich der erste, so lang ersehnte, Meistertitel. Zwei weitere folgten in den frühen 70er Jahren.

Die DEG Metro Stars in der Saison 2007/2008.

Nach mageren Jahren (nicht nur sportlich, sondern auch vom Zuschauerinteresse) zu Beginn der 80er sorgten spektakuläre Spielerverpflichtungen für neuerliche Aufbruchstimmung: Chris Valentine vom NHL-Club Washington Capitals blieb den Rest seiner Karriere in Düsseldorf und entwickelte sich schnell zum absoluten Publikumsliebling. Mit Helmut de Raaf stand ab der Saison 1989/90 ein weiterer Liebling der Fans im Tor - noch heute sind immer wieder Fans mit dem Trikot des Keepers zu sehen. Zusammengerechnet sollten diese beiden Spieler fast 1100 Spiele für die Düsseldorfer bestreiten. 1989/90 wurde die DEG, nach 15 Jahren Pause, wieder Deutscher Meister. Die Gewinn-Serie setzte sich unter Trainer Hans Zach fort: Drei weitere Jahre in Folge konnte man den Meistertitel in die Landeshauptstadt holen. Das Bosman-Urteil und eine damit verbundene Falscheinschätzung der DEG-Verantwortlichen sorgte für eine sportliche Talfahrt und finanzielle Probleme. Während fast alle anderen Teams durch die wegfallende Ausländerbeschränkung günstige, junge, aber gut ausgebildete Spieler aus aller Welt verpflichteten, verlängerte die DEG die Verträge mit nahezu allen bisherigen, überwiegend einheimischen Spielern, die zwar viel kosteten, aber nicht mit den internationalen Stars mithalten konnten. Auch die beliebten Nationalspieler Dietmar "Didi" Hegen und Thomas Brandl konnten nicht verhindern, dass die DEG sportlich und finanziell immer mehr abrutschte - und die Krise schließlich mit dem Rückzug aus der DEL und einem Neubeginn in der neu gegründeten Bundesliga endete.

Die mehrfach drohende Insolvenz konnte abgewendet werden, langsam kämpfte man sich wieder nach oben und spielt seit der Saison 2000/01 wieder im Oberhaus. Nachdem in den nächsten zwei Jahren die Play-offs nicht erreicht werden konnten, stand die DEG am Scheideweg, konnte dann aber dank des Metro Konzerns in die grundsätzlich richtige Richtung laufen. Der Düsseldorfer Handelsriese, einer der größten Handelskonzerne der Welt, wurde am 1. März 2002 als Namens- und Hauptsponsor mit ins Boot geholt. Zunächst für fünf Jahre festgeschrieben, wurden hohe Summen zur Verfügung gestellt, um den Verein wieder auf gesunde Beine zu stellen. Seitdem hieß der Verein "DEG Metro Stars".

Zwischenzeitlich zeigte die Leistungskurve tatsächlich wieder deutlich nach oben: Es konnten dritte Plätze und Vize-Titel (zuletzt 2010/11) erspielt werden.

Die Düsseldorfer Eishockey-Saison 2011/2012 verlief turbulent. Am 19. Mai 2011 hatte die Metro AG bekannt gegeben, ihren Sponsorenvertrag nicht zu verlängern. Und Ende Oktober stand man mit 17 Punkten aus 15 Spielen auf einem schwachen elften Platz. Im weiteren Verlauf ging es sportlich bergauf - und auch finanziell war wieder Land in Sicht, nachdem zwischenzeitlich ein riesiges Loch im Etat für die neue Spielzeit geklafft hatte. Auf der Internetseite http://www.deg-club2012.de können die Fans weiterhin zu Bekennern (10.000 Euro) oder Rettern (20.000 Euro) werden. Die Band "Die Toten Hosen", die einst schon Fortuna Düsseldorf in schweren Zeiten unterstützt hatte, engagierte sich ebenso wie beispielsweise die Stadtwerke. Und so ist es fast schon nebensächlich, dass die Saison 2011/12 auf dem siebten Platz (Playoff-Niederlage gegen Ingolstadt) beendet wurde - die DEG lebt und wird auch weiterhin auf Puck- und Punktejagd gehen. Man darf auf die Saison 2012/13 und ein fast vollständig neues Team grespannt sein.

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