Duesseldorf-Magazin.info: Fortuna Düsseldorf

Anzeige

Fortuna Düsseldorf - eine ewige Liebe

Fortuna Düsseldorf steht für eine lange Düsseldorfer Fußballgeschichte mit Höhen und Tiefen. Fortuna steht aber auch für Emotionen: Torjubel, bittere Tränen beim Abstieg, Hoffen in der 89 Minute und Bangen. Gegründet 1895 in Flingern, wurde Fortuna Düsseldorf 1933 und 1936 Deutscher Meister. 1979 und 1980 konnte man zweimal in Folge den DFB-Pokal nach Düsseldorf holen. Seit einigen Jahren wird das Team erfolgreich von Norbert Meier trainiert und spielt in der Saison 2011/2012 in der 2. Fußball-Bundesliga. Spielstätte ist die Esprit arena. 

Die Fortunen kämpfen verbissen um Tore und Punkte.

Fortuna-Geschichte(n)

Wenn man den vollständigen Vereinsnamen "Düsseldorfer Turn- und Sportverein Fortuna 1895 e.V." benutzt, müssen selbst manche Fußballfans einen kurzen Moment nachdenken. Hinter dem sperrigen Wortgeflecht verbirgt sich der Verein, der – egal in welcher Liga man gerade spielt –  tausende Fans anlockt, und dessen Vereinslogos an unzähligen Autos prangen: Fortuna Düsseldorf.

1895 wurde mit der Zielsetzung "Körperertüchtigung und Bewegung" eine Keimzelle des heutigen Vereins gegründet: der Turnverein Flingern. 16 Jahre später wurde der Fußballklub Alemannia 1911 aus der Taufe gehoben, welcher kurze Zeit später in "Fußballklub Fortuna 1911" umbenannt wurde und noch etwas später mit dem Spielverein durch eine Fusion zum Düsseldorfer Fußballklub Fortuna 1911 wurde. Wer glaubt, die Glücksgöttin Fortuna hätte bei der Namensgebung eine Rolle gespielt, liegt übrigens falsch. In Düsseldorf dachte man zu dieser Zeit viel profaner: Das Pferdefuhrwerk der Fortuna-Brotfabrik fiel den Vereinsgründern ins Auge - und schon war der neue Name geboren. Durch einen weiteren Zusammenschluss mit den Turnern aus Flingern und das Zusammenmischen der Vereinsnamen und Gründungsjahre entstand die heutige Fortuna mit der "95" im Vereinslogo.

Die Fans bangen und jubeln mit ihrer Fortuna.

Die ersten Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Am 11. Juni 1933 wurde man Deutscher Meister durch einen Sieg im Meisterschaftsendspiel (so etwas gab es damals noch) gegen Schalke 04. Dieses Spiel fand übrigens ausgerechnet im Kölner Stadion statt. Der Fortune Paul Janes avancierte in den Folgejahren zum Rekordnationalspieler. 1942 bestritt er das letzte seiner 71 Länderspiele. Erst 1970 überholte ihn Uwe Seeler. Nach dem Kriegsende und vielen Jahren in der Oberliga West, wo man die Saisons zumeist auf  Tabellenplätzen im Mittelfeld beendete, stieg die Fortuna in der Saison 1965/66 durch einen ersten Platz in der Regionalliga-West in die damals noch junge Bundesliga auf. Es sollte ein kurzes Intermezzo werden. Platz 17 - und direkt wieder runter.

1971 konnte am Ende der Regionalliga-Saison wieder gefeiert werden: Abenteuer Bundesliga, 2. Versuch. Entgegen vieler Prognosen hielten sich die Fortunen dieses Mal im Fußball-Oberhaus – und nicht nur das. In der zweiten Bundesliga-Saison konnte im für die WM 1974 komplett umgebauten Rheinstadionn direkt Tabellenplatz 3 gesichert und damit der internationale Wettbewerb an den Rhein geholt werden. Nachdem es 1978 in der mittlerweile fünften Pokal-Endspielteilnahme gegen die Rivalen aus der benachbarten Domstadt wieder ganz knapp nicht zum ersehnten Titelgewinn gereicht hatte, gab Trainer Hans-Dieter Tippenhauer die Devise aus: Nächstes Jahr muss ein Titel her. Und es sollte gelingen. Gegen Hertha BSC Berlin konnte in der Verlängerung der DFB-Pokal nach Düsseldorf geholt werden - und ganz nebenbei fügte man dem FC Bayern mit einem 7:1 die bis heute höchste Auswärtsniederlage der Münchener zu.

Wichtige Fortuna-Spiele werden in Funk und Fernsehen übertragen.

Im Herbst 1979 übernahm Otto Rehagel das Team: Er führte sein Team zwar erneut ins Pokalfinale, aber in der Liga lief's nicht. Auch die auf Rehagel folgenden Trainer und die mit Stars gespickte Mannschaft rund um die Allofs-Brüder konnten das Ruder nicht wirklich herumreißen. Die Tabellenplätze wurden immer höher zweistellig und im Juni 1987 folgte der bittere Abstieg in die Zweitklassigkeit. Zweimal noch bäumte sich die Fortuna danach unter Cheftrainer Aleksandar Ristic auf: Von 1989 bis 1992 und von 1995 bis 1997 wehte wieder Erste-Bundesliga-Luft in der Landeshauptstadt - dann gings über die  2. Bundesliga und die Regionalliga ganz tief in den Keller der viertklassigen Oberliga. Um die Jahrtausendwende herum geriet der Verein in größere finanzielle Schwierigkeiten. Die Punk-Rocker der Toten Hosen erklärten sich daraufhin bereit, den Verein zwei Jahre lang zu sponsern. Das letzte Spiel der Fortuna im Rheinstadion fand am 3. März 2002 gegen Rot-Weiss Essen vor 21.000 Zuschauern statt (1:1). Im Herbst 2002 wurde dann das Stadion gesprengt, um Platz für eine Multifunktionsarena zu machen. 

Während der Bauphase spielten die Düsseldorfer im Paul-Janes-Stadion am Flinger Broich. Seit der Saison 2005/2006 werden fast alle Heimspiele in der neuen Esprit arena, die 51.500 Zuschauern Platz bietet, ausgetragen. Die

In der Saison 2007/2008 gab es ein Herzschlag-Finale. Am letzten Spieltag lag man auf Tabellenplatz 3. Der nur zwei Punkte vor den Fortunen liegende Tabellenzweite RW Oberhausen musste auswärts gegen den Tabellenvierten Union Berlin, der selbst noch hätte aufsteigen können, ran. Die Düsseldorfer erreichten zwar einen 4:0-Sieg gegen Erfurt, doch die Oberhausener machten den Sack zu und sicherten sich den Last-Minute-Aufstieg. 

In der Saison 2008/2009 gelang der lang ersehnte Aufstieg in die 2. Bundesliga, so dass ab dem Sommer 2009 die Gegner nicht mehr SV Sandhausen und Wacker Burghausen, sondern St. Pauli, MSV Duisburg und 1860 München hießen.

Die erste Zweitliga-Saison 2009/2010 begann mit einem Pokal-Thriller gegen den Hamburger Sportverein (HSV), der letzlich im Elfmeterschießen verloren ging, und endete mit einem guten vierten Platz - nachdem die Fans zwischenzeitlich gar vom Aufstieg träumen durften.

Die Abgänge von "Tormaschine" Martin Harnik und Bamba Anderson waren wohl eine von mehreren Ursachen, dass der Start der Saison 2010/2011 nicht so verlief, wie es die Fortuna-Verantwortlichen und die Fans, die zahlreich in die Esprit arena strömten, verlief. Im DFB-Pokal schied man in der ersten Runde gegen den Drittligisten Koblenz aus, nach sechs Liga-Niederlagen in Folge fanden sich die Fortunen plötzlich auf dem letzten Platz wieder. Danach ging es wieder aufwärts und die Saison konnte mit einem siebten Platz beendet werden.

Die Saison 2011/2012 werden die Fortuna-Fans wohl so schnell nicht vergessen: Im DFB-Pokal kämpfte sich das Team von Norbert Meier bis ins Achtelfinale und schied dort erst im Elfmeterschießen gegen den späteren Meister Borussia Dortmund aus. Und in der Liga konnte am Ende der dritte Platz bejubelt werden - Relegation.

Anzeige

Nächste Heimspiele
in der Esprit arena:

alle Angaben
ohne Gewähr

Anzeige