Museum für Europäische Gartenkunst (Duesseldorf-Magazin.info)

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Europäische Gartenkunst: Ein Stück Natur mitten in der Großstadt

Emile-Jean-Baptiste-Philippe:

Museum für Europäische Gartenkunst
Benrather Schlossallee 100-106
40597 Düsseldorf-Benrath

Telefon: 0211-8997140
Internet: http://www.schloss-benrath.de 

Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 11 bis 17 Uhr, montags geschlossen

Eintrittspreise:
Erwachsene 5 Euro, ermäßigt 3,50 Euro Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre 2 Euro. Verbundkarte für alle Museen Schloss Benrath: 11 Euro, ermäßigt 7,50 Euro, Kinder/Jugendliche 2 Euro. 

Im Kavaliersflügel des Schloss Benrath befindet sich seit 2002 das Museum für Europäische Gartenkunst. In 41 Räumen wird hier alles dargestellt, was mit dem Thema der Europäischen Gartenkunst verbunden ist. „Die Führungen finden natürlich auch draußen statt“, erklärt Sabine Krohm-Steinberg, Pressesprecherin der Stiftung Schloss und Park Benrath. Denn hinter dem Schloss befindet sich der grandiose Schlosspark, der sich in großen Teilen noch so präsentiert, wie zur Zeit seiner Entstehung im 17. Jahrhundert.

Der Großteil der Gartenkunst, zum Beispiel die blühende Magnolie, befindet sich außerhalb des Museums<br>©Stiftung Schloss und Park Benrath/Museum für Europäische Gartenkunst

Mit verschiedenen Themenführungen und einer großen Anzahl an Darstellungsmöglichkeiten gelingt es dem Museum, das Thema Gartenkunst interessant und informativ zu gestalten. So erfährt man alles über die Geschichte der Gartenkunst von der Antike bis heute, lernt die unterschiedlichen Elemente zu Zeiten der Renaissance und des Barock kennen und kann sich auch von der Wichtigkeit des Gartenzubehörs überzeugen. Die Mischung aus Malereien und Skulpturen, originalen Gartenutensilien, Modellen und Pflanzen geben dem Thema immer wieder spannende Momente.

"Gartenstile spiegeln auch immer die Politik der Zeit", erzählt Krohm-Steinberg. Der Besucher erfährt somit nicht nur Wissenswertes über die Kunstformen von Gartenarbeit, sondern auch über die politischen Ereignisse der jeweiligen Epochen.

Auffällig ist die liebevoll gestaltete Ausstattung des Museums. Der Besucher kann durch das Museum gehen und einfach alles auf sich wirken lassen. Sprüche an der Wand spiegeln das Thema des jeweiligen Raumes wider. Wer Näheres erfahren möchte, kann sich mit Hilfe von Informationstafeln und Kopfhörern weiterbilden.

Das Gucki-Modell zeigt Dias von Gartenparadiesen der Besucher<br>©Stiftung Schloss und Park Benrath / Museum für Europäische Gartenkunst

Die Stadt Düsseldorf findet im Museum auf besondere Weise wieder. Es werden Gartenformen und Parks der Stadt gezeigt, die von verschiedenen Künstlern zu verschiedenen Zeiten gestaltet worden sind. Ein Beispiel sind die Gartenformen aus der Zeit der Nationalsozialisten.

Und immer werden die Sinne gefordert: In manchen Räumen kann man Pflanzen und Steine anfassen, in anderen wiederum ertönen verschiedene Geräusche. Kleine Kästen zum Aufklappen laden zum Entdecken ein, und die Kräuter aus dem Kräutergarten erfüllen den Raum mit ihren Düften.

Ein besonderes Highlight: Am Ende der Ausstellung befindet sich ein „Gucki-Modell“. Besucher haben hier die Möglichkeit, ihre eigene Auffassung vom Gartenparadies als Dia zu zeigen. So kann jeder Besucher sowohl die Traummomente anderer Gartenfreunde kennen lernen als auch seine eigenen Vorstellungen darstellen. Neue Dias sind hier immer willkommen.

Der letzte Raum des Museums steht unter dem Motto "Künstliches Paradies". Eine durchaus kritische Betrachtung, denn der Drang nach Ordnung der Natur kann die Welt auch kaputt machen. Krohm-Steinberg möchte zum Nachdenken anregen: "Wir träumen vom Paradies und merken gar nicht, dass wir unser Paradies bereits zerstören."

 

 

Dort ist es – und so kommt man hin

Zur besseren Orientierung gibt es auf Duesseldorf-Magazin.info auch einen interaktiven Kartenausschnitt, auf dem das Museum für Europäische Gartenkultur eingezeichnet ist. 

... Kartenausschnitt Museum
f. Europäische Gartenkunst

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geprüft/aktualisiert:
April 2011

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