Nacht der Museen in Düsseldorf (Duesseldorf-Magazin.info)

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Nacht der Museen 2012: Eine Nacht mit El Greco, Pinguinen und Märchen

Mehrere Pendelbuslinien verbinden die rund 40 Kulturstätten miteinander. Foto: Markus van Offern

„Kunst ist überall da, wo man nach ihr sucht“ würde El Greco wohl wieder feststellen, wenn er am 28. April durch das nächtliche Düsseldorf streifen könnte. Denn die DÜSSELDORFER NACHT DER MUSEEN lässt alle Kunstliebhaber und die, die es noch werden wollen, auch in diesem Jahr wieder eine traumhafte Nacht der Kunst erleben. Zwischen 19 und 2 Uhr locken Ausstellungen großer Meister und talentierter Nachwuchskünstler in etablierte Sammlungen, aber auch in eher unbekannte Off-Locations. Die Ausstellungen werden von einem vielfältigen Rahmenprogramm begleitet: Konzerte, Performances, Lesungen, Filme und kulinarische Angebote lassen sich in über 40 Locations der abwechslungsreichen Museumslandschaft am Rhein genießen.

In der Ausstellung „El Greco und die Moderne“, die pünktlich zur DÜSSELDORFER NACHT DER MUSEEN im Museum Kunstpalast eröffnet wird und in Deutschland exklusiv zu sehen ist, werden unter anderem 40 Hauptwerke des Altmeisters gezeigt. Unter freiem Himmel im Ehrenhof präsentiert das Museum Kunstpalast parallel dazu eine feurige Flamenco-Performance mit Compañia flamenca La Cati y José Manuel.

Wer sich einen möglicherweise künftigen „Altmeister“ schon jetzt sichern möchte, kann dies im Auditorium des K20 am Grabbeplatz tun: Rund um die Ausstellung „Fresh Widow. Fenster-Bilder seit Matisse und Duchamp“, die mit mehr als 100 Kunstwerken aus 100 Jahren dem Fenster-Motiv auf der Spur ist, lädt der  Hauptsponsor Ernst & Young zur großen Benefizauktion „Junge Kunst in Düsseldorf“. Der Erlös kommt jeweils zu 50 Prozent den Künstlern und dem gemeinnützigen Verein 701 e.V. zugute, der sich für die junge Kunstszene einsetzt.

Zum ersten Mal in der NACHT dabei ist der Stadtteil Flingern, der in den letzten Jahren den Wandel zu einem neuen Kulturviertel erlebt. Die Filmwerkstatt präsentiert hier in deutscher Erstaufführung den Filmloop „Auroratone“ von Cecil Stokes und zeigt außerdem eine elektro-akustische Installation des Künstlerkollektivs „Frequenzwechsel“. Auch das benachbarte BBK Kunstforum setzt auf Film, Sound und Animation, und im benachbarten onomato künstlerverein wird eine Lesung ausgewählter Texte von Franz Kafka geboten.

In den Räumen einer ehemaligen Backfabrik („Con-Sum“-Gelände) ist diesmal das Jugendkunstprojekt „Düsseldorf ist ARTig“ zu Gast: „ARTig“ erwartet die Besucher mit Ausstellungen, Theaterperformances, Live-Musik, Filmvorführung und einer Lesung.

Bekannte Namen, bekannte Orte und immer mal wieder ein Geheimtipp – das macht die DÜSSELDORFER NACHT DER MUSEEN aus. So liest Cordula Stratmann im Haus der Architekten aus ihrem Roman „Sie da oben, er da unten“, und im Goethe-Museum wird – neben einer Ausstellung zum Leben und Werk des  weltberühmten Autors – das Erscheinen von Grimms „Kinder- und Hausmärchen“ vor genau 200 Jahren gefeiert.

Und die Geheimtipps? Einer davon ist das Schlösschen der Bezirksregierung am Rhein. Es feiert sein Debüt als Teil der Veranstaltung und bietet neben entspannten Klängen eines Jazz-Duos ein interdisziplinäres Kunstprojekt: „passing lines“ verbindet Rauminstallation und Tanzperformance. Wer dann noch nicht müde ist, der kann die NACHT bei der großen Abschlussparty in der
Nachtresidenz ausklingen lassen. 

Zwölf Euro kostet das Ticket für die DÜSSELDORFER NACHT DER MUSEEN, das zugleich Eintrittskarte für alle Veranstaltungsorte und Fahrkarte für die Shuttle-Busse ist. Es ist in allen teilnehmenden Häusern, den bekannten Vorverkaufsstellen, über d:ticket und an der Abendkasse erhältlich. Dort gibt es auch das umfangreiche Programmheft mit allen Informationen zu den Museen und Shuttle-Bussen. Besitzer einer Art:card, Art:card plus oder Art:card junior haben kostenlosen Zutritt. Weitere Infos im Internet unter www.nacht-der-museen.de oder über die Telefon-Hotline 0211.89-99555.

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Diese fünf Orte sollten Sie bei der NACHT DER MUSEEN unbedingt besuchen, findet Redakteur Philipp Nieländer

Schlösschen der Bezirksregierung: Das 1911 fertiggestellte Schlösschen der Bezirksregierung an der Cäcilienallee ist erstmals im Rahmen der NACHT DER MUSEEN für die Öffentlichkeit zugänglich. Es gibt im Halbstunden-Takt Führungen, dazu spielt ein Live-Duo Jazz. Zu sehen sind Gemälde von Adolf Münzer und Max Clarenbach, dazu eine Rauminstallation im Plenarsaal. 

ARTIG FABRIK: In den Räumen der Hans-Peter-Zimmer-Stiftung an der Ronsdorfer Straße 77a präsentiert das Jugendkunstprojekt "Düsseldorf ist ARTig" unter anderem Theater und Musik. Eine ganz besondere Atmosphäre, die man nicht verpassen sollte. 

Landeskriminalamt: Im Landeskriminalamt an der Völklinger Straße 49 eröffnet die Ausstellung "Cop-Art, Polizei mit anderen Augen" den Blick auf die Arbeit der Polizisten. Der Künstler Bernd Engberding lässt durch "La porte ouverte" schauen und zeigt "Zellkerne". Motive der Polizeiarbeit des LKA präsentiert der Fotograf Jochen Tack.

Haus des Karnevals: Bis zum 11.11. dauert es noch etwas, an der Zollstraße herrscht jedoch jeckes Treiben. Es gibt zahlreiche interessante Ausstellungsstücke - wie orden und Uniformen. Um 21, 22 und 23 Uhr sorgen "De Fetzer" für gute stimmung bei Schunkel-Hits. 

Museum Kunstpalast: Nicht nur die El Greco-Ausstellung lockt, unter dem Motto "Spanische Nacht" gibt es stündlich Flamenco-Shows im Ehrenhof. Im Thorn Prikker-Foyer im Sammlungsflügel sorgt 1LIVE DJ Mike Litt für ausgelassene Partystimmung. Ein weiterer Tipp sind die Kuratorenführungen zu verschiedenen Themen.

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Die NACHT DER MUSEEN 2012: Das Wichtigste auf einen Blick


Termin: Samstag, 28. April 2012

Veranstaltungszeit: 19 bis 2 Uhr (für einzelne Museen gelten abweichende Zeiten)

Tickets:
kosten zwölf Euro und sind im Vorverkauf in allen Museen und unter anderem in der Geschäftsstelle der Westdeutschen Zeitung, Königsallee 27, in den Tourist-Informationen am Hauptbahnhof und der Marktstraße und bei Heinersdorff an der Heinrich-Heine-Allee 24 erhältlich. Am Veranstaltungstag gibt es eine Abendkasse in allen Museen ab 19 Uhr.

Busse: Es gibt drei Buslinien, die vom Grabbeplatz aus alle Veranstaltungsorte miteinander verbinden. Die Busse sind im Ticketpreis inbegriffen.

Programmheft: Das Programmheft steht hier zum Download bereit.

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