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Saisonende für Düsseldorfer Strandkörbe: So kommen die Schmuckstücke gut durch den Winter

Eine kleine Oase der Ruhe: Ein Strandkorb vermittelt echtes Urlaubsfeeling in Düsseldorfer Gärten.

Ein Strandkorb macht aus einem Garten eine kleine Oase der Ruhe.

Kleine Oase der Behaglichkeit: Ein Strandkorb im Garten lässt Urlaubsgefühl aufkommen. (Foto: gefrorene_wand / pixabay.com)

Grillen auf dem Balkon statt Restaurantbesuch, Picknick auf der Terrasse statt Kneipenbummel, Strandkorb im Garten statt Urlaub am Strand: In Düsseldorf wie im ganzen Land haben die Menschen nicht nur unter den Corona-Einschränkungen gelitten. Sie haben auch aus der Not eine Tugend gemacht.

Die Düsseldorfer Entsorgungsbetriebe verarbeiteten Rekordmengen, weil Keller entrümpelt und Speicher aufgeräumt wurden. Baumärkte und Gartencenter in der Landeshauptstadt waren trotz strenger Auflagen gut besucht. Wer die Möglichkeit hatte, richtete sich auch außerhalb der eigenen vier Wände gemütlich ein: auf dem Balkon, auf der Terrasse, im Garten. Wenn man schon so viel Zeit zu Hause verbringt, dann soll es dort zumindest so schön wie möglich sein.

Zum besonders beliebten Accessoire für eine kleine Oase der Ruhe zuhause wurde in diesem Jahr der Strandkorb. Während beliebte Urlaubsziele an Nord- und Ostsee Besucherströme bremsen mussten, verzeichneten Online-Shops wie Strandkorb-Hanse.de für das kultige Möbelstück Hochkonjunktur. Kein Wunder, vermittelt ein solcher Strandkorb doch – mehr noch als Sonnenschirm und Liegestuhl – echtes Urlaubsfeeling in Düsseldorfer Gärten.

Doch das ist nun für ein paar Monate vorbei. Auch wenn es an einer sonnigen Stelle im Windschatten noch ganz gemütliche sein kann: Jetzt gilt es, mit den Gartenmöbeln auch den Strandkorb im Winter vor Frost und Schnee zu schützen. Bis es draußen wieder warm und gemütlich ist.

Robust wie ein alter Seefahrer

Strandkörbe gehören zu den Stränden der Nord- und Ostsee wie Kühe zur Alm. Ihre Beliebtheit verdanken sie in erster Linie dem bisweilen recht deftigen Wetter an der Küste und auf den Inseln. Denn Strandkörbe spielen besonders bei „Schietwetter“ ihre Stärken aus. Wenn so mancher Sonnenschirm das Weite sucht und Windsegel an den Leinen zerren, steht ein Strandkorb wie ein Fels in der Brandung.

Das Design hat sich seit den Urspüngen Ende des 19. Jahrhunderts nur unwesentlich verändert. Damals beauftragte eine von Rheuma geplagte adelige Dame den kaiserlichen Hofkorbmacher Wilhelm Bartelmann in Rostock, ihr einen Strandstuhl zu fertigen, der sie bei Bedarf vor Wind und Sonne schützt. Die Dame war mit dem resultat sehr zufrieden, und andere Strandbesucher kamen schnell auf den Geschmack.

Der Zweisitzer, den der Hofkorbmacher bald darauf fertigte, ist auch in den heutigen Modellen noch wiederzuerkennen. Auf drei Seiten geschlossen, bietet er einen windgeschützten Raum, in dem sich auch bei einer frischen Brise wunderbar lesen, Musik hören und einfach nur träumen lässt. Markisen bieten Schutz vor der Sonnen genauso wie vor einer kurzen Schauer, Fußstützen und Seitentische dienen der Gemütlichkeit. Und alles, was man so braucht, hat unten in zwei Fächern Platz.

Sonne und Wind, Regen, Sand und Salz: Wie einen echten Seemann kann auch einen Strandkorb so leicht nichts erschüttern. Aber Spuren hinterlassen die rauen Bedingungen schon, beim Seebär genauso wie beim Strandkorb. Auch wenn er in Düsseldorf sicher ist vor salziger Meeresluft, setzt ihm eine Wintersaison mit anhaltend kalter Nässe schon zu. Wie vielen Menschen auch.

Überwintern: Drinnen oder draußen?

Für ihre Besitzer stellt sich spätestens im November unweigerlich die Frage: Kann ich meinen Strandkorb den Winter über im Garten stehen lassen oder nicht? Tatsächlich macht ein wenig Frost einem Strandkorb nicht viel aus. Doch spätestens nach dem zweiten oder dritten Winter werden Regen und Frost unweigerlich Spuren hinterlassen. Das fängt bei den Polstern an, denen eine kurze Dusche nichts ausmacht, wochenlange kalte Nässe aber schon.

Wenn Holzgeflecht gelegentlich feucht wird, ist das nicht schlimm. Holz atmet. Aber wenn die Feuchtigkeit zum ständigen Zustand wird und im Winter gefriert, wird das Holz auf die Dauer brüchig. Farbe blättert langsam ab. Wenn der Strandkorb also im Winter draußen bleibt, wird bald eine kleine Restauration nötig werden. Besser ist es, ihn an geschützter Stelle überwintern zu lassen.

Strandkorb im Winter – so bleibt er schön

Wer im Haus Platz hat, sollte das Strandmöbel den Winter über im Haus verstauen. Das ist aber leichter gesagt als getan. An einem weitern Strand fällt das nicht so auf. Aber wer das gute Stück schon nur zwei-drei Meter bewegt hat, weiß: So ein Strandkorb ist ganz schön groß. Und ganz schön schwer.

Ein Dachboden kommt zum Überwintern demnach eher nicht in Frage. Ein Keller vielleicht, wenn er gut zugänglich ist. Eine Garage schon eher, weil die ja in der Regel ebenerdig ist und ein großes Tor hat. Besonders gut eignet sich ein Wintergarten oder ein geschützter Bereich einer Terrasse. Da kann ein Strandkorb sogar im Winter gute Dienste leisten.

Wer nicht im Düsseldorfer Umland, sondern innenstadtnah wohnen, wird kaum den Wohnraum zur Verfügung haben, um einen Strandkorb drinnen zu überwintern. Und tatsächlich muss das auch nicht unbedingt sein. Ein wenig geschützt kommt das gute Stück auch draußen gut über den Winter.

Hauptsache trocken

Auch wenn der Strandkorb selbst draußen bleiben muss: Für die Polster lässt sich im Keller, auf dem Speicher, in einer Garage oder Schuppen bestimmt eine Stelle finden, wo sie den Winter über trocken lagern können. Für den Strandkorb selbst gilt ganz einfach: möglichst luftig.

Ein Eckchen, wo ab und zu die Sonne scheint, ist gut. Nicht, weil er es unbedingt warm haben will. Sondern weil die Wärme der Sonne Feuchtigkeit vertreibt. Auch der Untergrund kann gut oder weniger gut sein. kann Wenn er während der Wintermonate so langsam in einen weichen Grasboden einsinkt, ist das für seinen Unterbau sicherlich nicht ideal. Vier Ziegelsteine unter den Ecken und ein Stück robuste Folie sorgen dafür, dass sich von unten keine Staunässe bilden kann.

Eine Plane, wie es sie in jedem Baumarkt günstig zu kaufen gibt, hält den Strandkorb von oben auch bei Regen und Schnee trocken. Sie sollte gut befestigt sein, weil es im Herbst und Winter bisweilen auch recht windig werden kann. Luftdicht verpackt sollte das gute Stück allerdings nicht sein. Wie gesagt: Belüftung ist gut.

Erhältlich sind auch eigens für Strandkörbe entworfene Schutzplanen. Sie sind etwas teurer als eine einfache Plane, passen dafür aber perfekt und reduzieren den Aufwand auf ein Minimum. Und wer seinen Strandkorb wirklich liebt, spendiert ihm noch eine alte Decke zwischen Plane und Korb. Die wärmt zwar nicht unbedingt, sorgt aber für ein Luftpolster und verhindert damit Feuchtigkeit.

Ob unter Dach oder im Freien: Mit ein wenig Fürsorge wird ein Strandkorb viele Winter gut überstehen. Um dann wieder Freude zu machen, wenn die Sonne langsam wärmer wird. Und er an einer sonnigen Stelle für Behaglichkeit sorgt. Um ein Weilchen zu schmökern, Musik zu hören oder einfach nur zu träumen. Ein bisschen Urlaubsgefühl – mitten in Düsseldorf.

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